Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW: 2015 höchste Zuwanderung seit Gründung der Bundesrepublik

Seitennavigation

Hilfsnavigation und Suche

Bereichsnavigation

Hauptnavigation

 
Sie sind hier: Presse >> Pressemitteilungen (chronologisch) >> Archiv 2016 >> NRW: 2015 höchste Zuwanderung seit Gründung der Bundesrepublik

Inhaltsanfang

NRW: 2015 höchste Zuwanderung seit Gründung der Bundesrepublik

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2015 sind 636 287 Personen nach Nordrhein-Westfalen gezogen. Das waren 202 335 bzw. 46,6 Prozent mehr als im Jahr 2014. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, ist dies die höchste Zuwandererzahl nach NRW seit Gründung der Bunderepublik Deutschland im Jahr 1949. Im bisherigen Rekordjahr 1990 hatte es 497 739 Zuzüge über die Landesgrenzen gegeben. 2015 verließen 372 308 Personen NRW; das waren 31 983 Fortzüge bzw. 9,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit sind im vergangenen Jahr 263 979 mehr Menschen nach NRW gezogen als das Land verlassen haben; dies ist der höchste Wanderungsgewinn seit 1953 (damals: 323 528 Personen). Der Zuzugsüberschuss hat sich gegenüber dem Jahr 2014 um 170 352 und damit um fast das Dreifache erhöht.

485 047 Personen zogen 2015 aus dem Ausland nach NRW; das waren 67,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2014: 289 879); dies ist zugleich die höchste Zahl an über die Bundesgrenze Zugezogenen seit dem Jahr 1949. Die meisten Zuwanderer kamen aus Syrien (77 029) sowie den beiden östlichen EU-Mitgliedsländern Rumänien (45 122) und Polen (44 413), gefolgt von Zuwanderern aus dem Irak (26 104) und Albanien (24 547). Den höchsten Anstieg gab es bei den Zuzügen aus Syrien, deren Zahl sich 2015 um das Fünffache erhöhte (2014: 12 342). Bei den vorliegenden Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass Zu- und Fortzüge von Flüchtlingen aufgrund der Meldepflicht grundsätzlich enthalten sind. In der Wanderungsstatistik ist es jedoch nicht möglich, den Status „Flüchtling” separat auszuweisen.

211 112 Personen zogen 2015 von ihrem bisherigen Wohnort in NRW in das Ausland; das waren 16,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2014: 182 093). Polen (29 513), Rumänien (28 387) und Bulgarien (9 293) waren die am häufigsten angegebenen Zielländer.

Weitere 151 240 Personen (2014: 144 073; +5,0 Prozent) zogen aus den anderen Bundesländern nach NRW: Die meisten kamen aus Niedersachsen (33 231), gefolgt von Hessen (19 740) und Baden-Württemberg (19 101). 161 196 NRW-Bürger (2014: 158 286) zogen in ein anderes Bundesland: Am häufigsten wurde dabei ein neuer Wohnsitz in Niedersachsen (36 187), Baden-Württemberg (21 218) oder Bayern (20 309) gewählt. (IT.NRW)

(183 / 16) Düsseldorf, den 14. Juli 2016