Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW: Jede(r) Sechste von Einkommensarmut betroffen

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NRW: Jede(r) Sechste von Einkommensarmut betroffen

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2011 war etwa jede(r) sechste (15,8 Prozent) Einwohner Nordrhein‑Westfalens von relativer Einkommensarmut betroffen. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die Armutsgefährdungsquote damit im Vergleich zum Vorjahr (2010: 14,7 Prozent) gestiegen. Die Statistiker führen diesen Anstieg darauf zurück, dass Niedrigeinkommensbezieher/-innen nur in unterdurchschnittlichem Maße von Einkommenszuwächsen profitiert haben.

Der Anteil der Menschen, die Mindestsicherungsleistungen erhalten haben, war Ende 2011 in NRW mit 10,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor (2010: 10,6 Prozent). Hierzu zählen Leistungen nach dem SGB II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII und Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Der Rückgang ist auf die aus der positiven Arbeitsmarktentwicklung resultierende niedrigere Zahl von SGB II-Empfänger/-innen zurückzuführen. Sie stellen mit rund 85 Prozent den größten Teil der Bezieher von Mindestsicherungsleistungen. Ein Ausstieg aus der Mindestsicherung bedeutet aber nicht unbedingt, dass auch ein Einkommen oberhalb der Armutsgefährdungsschwelle erzielt wird.

Die Ergebnisse zur Armutsgefährdung basieren auf Berechnungen von IT.NRW, die im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik” durchgeführt wurden. Nach der Definition der Europäischen Union gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung, hier dem mittleren Einkommen in NRW, auskommen müssen. 2011 lag die Armutsgefährdungsschwelle laut Mikrozensus für Einpersonenhaushalte bei monatlich 833 Euro. Ergebnisse für Raumordnungsregionen in Nordrhein‑Westfalen finden Sie hier. Die Ergebnisse zur Mindestsicherung basieren auf Berechnungen von IT.NRW, die im Rahmen der Sozialberichterstattung im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein‑Westfalen durchgeführt wurden. Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier. (IT.NRW)

(213/ 12) Düsseldorf, den 13. September 2012