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Gender Pay Gap 2010: Frauen in NRW verdienen weiterhin ein Viertel weniger als Männer

Düsseldorf (IT.NRW). Der prozentuale Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern beim Bruttostundenverdienst (Gender Pay Gap) lag 2010 in Nordrhein-Westfalen bei 25 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hat sich der Abstand damit in den letzten Jahren nicht verändert: Auch 2007, 2008 und 2009 lag der Gender Pay Gap bei 25 Prozent. Damit entsprach der NRW-Wert im vergangenen Jahr der Durchschnittsquote der westlichen Bundesländer; für das gesamte Bundesgebiet hat das Statistische Bundesamt einen prozentualen Verdienstabstand von 23 Prozent ermittelt.

Im Gender Pay Gap schlagen sich nicht nur Unterschiede in der individuellen Entlohnung nieder, sondern es wird auch die unterschiedliche Verteilung von Frauen und Männern auf Wirtschaftszweige, Berufe, Tätigkeiten und Beschäftigtengruppen berücksichtigt. Eine nach Voll- und Teilzeitbeschäftigten differenzierte Betrachtung für das Jahr 2010 zeigt, dass der Verdienstabstand vollzeitbeschäftigter Frauen mit 17,3 Prozent geringer ausfiel. Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen erzielten sogar einen um 0,5 Prozent höheren Stundenverdienst als ihre männlichen Kollegen. Der Gender Pay Gap von 25 Prozent im Durchschnitt aller Beschäftigten ist auch darauf zurück zu führen, dass Frauen überdurchschnittlich häufig teilzeitbeschäftigt oder geringfügig beschäftigt sind und diese Beschäftigtengruppen in der Regel deutlich niedrigere Stundenverdienste als Vollzeitkräfte mit vergleichbaren Tätigkeiten erhalten.

Der Gender Pay Gap wird europaweit nach einheitlichen methodischen Vorgaben berechnet und gilt als zentraler Maßstab für internationale Vergleiche geschlechtspezifischer Verdienstunterschiede. Der vorliegende Gender Pay Gap wird auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2006 unter Einbeziehung von Ergebnissen der vierteljährlich durchgeführten Verdiensterhebungen ermittelt. (IT.NRW)

(061 / 11) Düsseldorf, den 25. März 2011