Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW: Schutzmaßnahmen für 8 500 junge Menschen

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NRW: Schutzmaßnahmen für 8 500 junge Menschen

Düsseldorf (LDS NRW). Im Jahr 2007 stellten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen 8 499 Kinder und Jugendliche vorläufig unter Schutz. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, waren das 5,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit ist die Zahl der unter Schutz gestellten jungen Menschen auf den höchsten Stand seit 1995 gestiegen. Die Mehrzahl der im vergangenen Jahr in Obhut Genommenen waren 5 677 Jugendliche ab 14 Jahren; Kinder (unter 14 Jahren) waren in einem Drittel der Fälle betroffen. 54,6 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen.

In 4 320 Fällen wurden die Maßnahmen auf Initiative des Jugendamts oder der Polizei ergriffen. In einem Viertel der Fälle (2 236) ging das behördliche Eingreifen auf Initiative des Kindes oder des Jugendlichen selbst zurück. In den übrigen Fällen wiesen Lehrer, Ärzte, Verwandte, Nachbarn u. a. die Behörden auf die Notsituation der Kinder und Jugendlichen hin.

Anlässe zur Maßnahme waren häufig eine Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (3 779 Fälle) bzw. die Vernachlässigung des Kindes (752). In etwa einem Viertel der Fälle waren Beziehungsprobleme (2 050) der Ausschlag gebende Grund. 618 Maßnahmen wurden aufgrund von Anzeichen für Misshandlungen und 140 bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch ergriffen, 734 aufgrund von Integrationsproblemen im Heim oder in der Pflegefamilie und 617 wegen Delinquenz oder Straftaten von Kindern bzw. Jugendlichen. Suchtprobleme (232) und Trennung oder Scheidung der Eltern (136) spielten mit Anteilen von 2,7 bzw. 1,6 Prozent eher untergeordnete Rollen. (LDS NRW)

(124 / 08) Düsseldorf, den 22. Juli 2008