Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Fast jeder vierte Haushalt in NRW kann sich keine einwöchige Ferienreise leisten

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Fast jeder vierte Haushalt in NRW kann sich keine einwöchige Ferienreise leisten

Düsseldorf (LDS NRW). Knapp ein Viertel (23,4 Prozent) der Haushalte in NRW kann es sich nach eigenen Angaben nicht leisten, mindestens eine Woche Urlaub im Jahr woanders als zu Hause zu verbringen. Dies teilt das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand der 2005er Ergebnisse der europäischen Gemeinschaftsstatistik „Leben in Europa“ mit. Bei etwa 27,0 Prozent ist der finanzielle Handlungsspielraum derart eingeschränkt, dass es ihnen nicht möglich ist, unerwartet anfallende Ausgaben wie etwa die Reparatur einer defekten Waschmaschine aus vorhandenen finanziellen Mitteln zu bestreiten.

An der Ernährung muss etwa jeder zehnte Haushalt sparen: 10,8 Prozent geben an, dass es ihnen finanziell nicht möglich ist, sich mindestens jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch bzw. eine hochwertige vegetarische Mahlzeit zu leisten.

Auch zwingen finanzielle Gründe zum Verzicht auf die Anschaffung langlebiger Gebrauchsgüter: Zwar stellt die Ausstattung mit Telefon und Farbfernseher nur für wenige Haushalte ein Problem dar, doch kann sich nach eigenen Angaben jeweils rund ein Zehntel aller Haushalte die Anschaffung eines PKW (10,7 Prozent) oder eines Computers (9,3 Prozent) nicht leisten.

„Leben in Europa“ ist die in Deutschland verwendete Bezeichnung für die neue europäische Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen privater Haushalte (EU-SILC – Statistics on Income and Living Conditions), die 2005 erstmals in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und Island durchgeführt wurde. In NRW nahmen rund 5 300 Personen ab 16 Jahre in knapp 2 800 Haushalten an dieser freiwilligen Erhebung teil. (LDS NRW)

(131 / 07) Düsseldorf, den 03. August 2007