Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Erläuterungen

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Methodische Erläuterung

Ziel der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes ist es, mit einer bundeseinheitlich abgestimmten Methode für alle Verwaltungsbezirke vergleichbare Bevölkerungszahlen zu ermitteln. Da die Bevölkerungszahlen in verschiedenen Verwaltungsverfahren die Basis von Berechnungen bilden, ist die Vergleichbarkeit der Zahlen eine unabdingbare Voraussetzung für die Gleichbehandlung der Verwaltungsbezirke/Gemeinden.

Die Bevölkerung umfasst diejenigen Personen, die im jeweiligen Gebiet ihre Haupt-/alleinige Wohnung haben. Angehörige der in Nordrhein-Westfalen stationierten ausländischen Streitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen Vertretungen gehören nicht zur Bevölkerung. Für die Fortschreibung der Bevölkerung greift die amtliche Statistik nicht auf die Bestände der Einwohnerregister der Gemeinden zu, sondern ermittelt die folgenden Komponenten der Bevölkerungsbewegung:

  • Lebendgeborene (am Ort der Hauptwohnung der Mutter),
  • Gestorbene am Ort der Hauptwohnung,
  • Zugezogene über die Gebietsgrenze bei,
    • Anmeldung einer neuen Hauptwohnung bei Zuzug aus einer anderen Gemeinde in Deutschland oder aus dem Ausland.
    • Umwandlung einer bisherigen Neben-/weiteren Wohnung in eine Hauptwohnung (Statuswechsel).
  • Fortgezogene über die Gebietsgrenze aufgrund einer
    • Abbuchung am Ort der bisherigen Hauptwohnung bei Anmeldung einer neuen Hauptwohnung in einer anderen Gemeinde in Deutschland oder Abmeldung einer Hauptwohnung bei Fortzug ins Ausland.
    • Abbuchung am Ort der bisherigen Hauptwohnung in Deutschland bei Umwandlung einer bisherigen Neben-/weiteren Wohnung in eine Hauptwohnung (Statuswechsel).
  • Bestandskorrekturen aufgrund nachträglich berichtigter Meldefälle.

Diese Bewegungsdaten werden dann auf das Ergebnis der jeweils letzten allgemeinen Zählung der Bevölkerung aufgesetzt, um die Bevölkerung zum Ende des Zeitraums, dessen Bewegungsdaten der Bilanzierung zu Grunde liegen, festzustellen. Für eine gewisse Übergangszeit werden zwei Bevölkerungsfortschreibungen – Fortschreibung auf Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987 und Fortschreibung auf Basis des Zensus vom 09. Mai 2011 – nebeneinander durchgeführt. Die neue amtliche Einwohnerzahl errechnet sich aus dem letzten Bestand, addiert um die in der Zwischenzeit Geborenen und über die Gebietsgrenzen Zugezogenen, abzüglich der Gestorbenen und der über die Gebietsgrenzen Fortgezogenen sowie Bestandskorrekturen. Diese Fortschreibung wird in monatlichen Schritten auf den verschiedenen Ebenen von Verwaltungsbezirken und nach unterschiedlichen Gliederungen weitergeführt. Die berücksichtigten Bewegungsdaten werden in halbjährlichen Veröffentlichungen (Statistischer Bericht ”Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 30. Juni bzw. 31. Dezember” – Bestell-Nr.: A 123 JJJJ 21 bzw. 22 –) nachgewiesen, die den Kommunen die Möglichkeit geben, das Fortschreibungsverfahren nachzuvollziehen.

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Rechtsgrundlage

Die Feststellung der Bevölkerungszahlen erfolgt nach § 5 des Gesetzes über die Statistik der Bevölkerungsbewegung und die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes (Bevölkerungsstatistikgesetz – BevStatG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. März 1980 (BGBl. I S. 308), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 18. Juli 2008 (BGBl. I S. 1290), auf der Grundlage der jeweils letzten allgemeinen Zählung der Bevölkerung nach den Ergebnissen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung und der Wanderungsstatistik. Erhebungsunterlagen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung sind die Meldungen der Standesämter über Geburten und Sterbefälle, Erhebungsunterlagen der Wanderungsstatistik die Mitteilungen über Zu- bzw. Fortzüge und Statusänderungen. Für die Zuordnung von Einwohnern mit mehreren Wohnungen ist der Ort der Hauptwohnung maßgeblich. Hauptwohnung ist nach § 12 des Melderechtsrahmengesetzes (MRRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. April 2002 (BGBl. I S. 1342), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 2 des Gesetzes vom 8. April 2013 (BGBl. I S. 730, 731) bzw. nach § 16 des Meldegesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (MG NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. September 1997 (GV. NRW. S. 332, 386) zuletzt geändert durch Artikel 11 des Gesetzes vom 8. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 765) bei verheirateten oder eine Lebenspartnerschaft führenden Einwohnern, die nicht dauernd getrennt von ihrer Familie oder ihrem Lebenspartner leben, die vorwiegend benutzte Wohnung der Familie oder der Lebenspartner, bei allen übrigen Einwohnern deren vorwiegend benutzte Wohnung.

Die Flächenangaben für die Verwaltungsbezirke des Landes basieren auf den Angaben der Katasterverwaltungen.

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Begriffsdefinition

Bevölkerung

Die Bevölkerung umfasst diejenigen Personen, die im jeweiligen Gebiet ihre Haupt-/alleinige Wohnung haben. Bis einschl. 1982 wurden Personen, die eine weitere Wohnung begründeten, derjenigen Gemeinde zugerechnet, von der aus sie zur Arbeit oder Ausbildung gingen (bei Nichterwerbstätigen und nicht in Ausbildung stehenden Personen war der Ort des überwiegenden Aufenthaltes maßgebend). Seit 1983 werden Personen, die einen Wohnungswechsel vornehmen bzw. eine weitere Wohnung begründen, dem Ort ihrer Hauptwohnung zugeordnet.

Angehörige der in Nordrhein-Westfalen stationierten ausländischen Streitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen Vertretungen gehören nicht zur Bevölkerung.

Nichtdeutsche Bevölkerung

Zur nichtdeutschen Bevölkerung gehören alle Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Hierzu gehören auch die Staatenlosen und Personen mit „ungeklärter” Staatsangehörigkeit. Deutsche, die zugleich eine andere Staatsangehörigkeit besitzen, gehören nicht zur nichtdeutschen Bevölkerung. Durch die Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts ist ab dem Jahr 2000 die Einbürgerung erleichtert worden und Lebendgeborene nichtdeutscher Eltern erhalten bei entsprechender Aufenthaltsdauer der Eltern in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit.

Mittlere Bevölkerung

Für ein Jahr ist sie das arithmetische Mittel aus dem Jahresanfangs- und Jahresendbestand. Der Monatsdurchschnitt ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel von Monatsanfangs- und Monatsendbestand.

Bevölkerungsdichte

Berechnungsgrundlage für die Bevölkerungsdiche ist die Anzahl der Einwohner pro Fläche für eine bestimmte Region, in der Regel angegeben in Einwohner pro km2.

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Zuletzt aktualisiert: Mai 2013