Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - 2016 stieg die Zahl der Zuzüge nach NRW erstmals seit zehn Jahren nicht gegenüber dem Vorjahr an

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2016 stieg die Zahl der Zuzüge nach NRW erstmals seit zehn Jahren nicht gegenüber dem Vorjahr an

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2016 sind 538 747 Personen nach Nordrhein-Westfalen gezogen. Das waren 97 540 bzw. 15,3 Prozent weniger als im Jahr 2015 (damals 636 287). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, verließen aber auch 479 172 Personen das Land. Das war die höchste Abwandererzahl seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949. Damit gab es 106 864 bzw. 28,7 Prozent mehr Fortzüge als 2015 (372 308), dem bisherigen Rekordjahr. Im Jahr 2016 zogen also 59 575 mehr Menschen nach NRW als das Land verlassen haben. Der Zuzugsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr (2015: 263 979) um 77,4 Prozent verringert.

369 666 Personen zogen 2016 aus dem Ausland nach NRW; das waren 23,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2015: 485 047). Die meisten Zuwanderer kamen 2016 aus Rumänien (45 067), Polen (36 042) und Syrien (24 436). Aus dem Ausland kamen auch 39 370 Personen, deren genaue Herkunft nicht bekannt war. Von ihrem bisherigen Wohnort in NRW zogen 313 287 Personen im Jahr 2016 ins Ausland; das waren 48,4 Prozent mehr als 2015 (211 112). Die am häufigsten angegebenen Zielländer waren Rumänien (35 215), Polen (29 623) und Albanien (11 250). Von 86 170 Personen #8211; darunter 45 246 Nichtdeutsche – lag keine Angabe zu einem Zielgebiet ihres Fortzuges vor; auch Registerbereinigungen der Einwohnermeldeämter wurden hier verbucht.

Weitere 169 081 Personen (2015: 151 240; +11,8 Prozent) zogen aus den anderen Bundesländern nach NRW. Die meisten kamen aus Niedersachsen (34 049). 165 885 NRW-Bürger (2015: 161 196) zogen in ein anderes Bundesland. Am häufigsten wurde dabei ein neuer Wohnsitz in Niedersachsen (35 777) gewählt. 2016 zogen erstmals seit 2005 wieder mehr (+3 196) Personen aus den übrigen Bundesländern nach NRW als das Land ins übrige Bundesgebiet verließen.

In den genannten Zahlen sind Flüchtlinge aufgrund der Meldepflicht grundsätzlich enthalten; es ist in der Wanderungsstatistik allerdings nicht möglich, Personen mit dem Status „Flüchtling” separat auszuweisen. Wie die Statistiker weiter mitteilen, sind die Ergebnisse der Wanderungsstatistik im Berichtsjahr 2016 aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur bedingt mit denen früherer Jahre vergleichbar. Einschränkungen bei der Genauigkeit der Ergebnisse können aus der erhöhten Zuwanderung und den dadurch bedingten Problemen bei der melderechtlichen Erfassung Schutzsuchender resultieren. (IT.NRW)

(048 / 18) Düsseldorf, den 27. Februar 2018