Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW-Industrie: Produktion von Medikamenten und Medizintechnik im Jahr 2016 um 14,7 Prozent gestiegen

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NRW-Industrie: Produktion von Medikamenten und Medizintechnik im Jahr 2016 um 14,7 Prozent gestiegen

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2016 stellten 300 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen Medikamente und Medizintechnik im Wert von 6,8 Milliarden Euro her. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich der internationalen Medizin-Fachmesse „MEDICA” in Düsseldorf (13. bis 16. November 2017) mitteilt, waren das 14,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2010 erhöhte sich der Absatzwert um 60,4 Prozent. Nahezu zwei Drittel (61,8 Prozent) des nordrhein-westfälischen Produktionswertes wurden in Betrieben aus dem Regierungsbezirk Köln erzielt.

Überwiegend wurden in NRW pharmazeutische Erzeugnisse produziert: Mit 5,5 Milliarden Euro war der Produktionswert von Medikamenten und anderen pharmazeutischen Produkten (z. B. Pflaster, Reagenzien, Kontrastmittel etc.) im Jahr 2016 um 13,5 Prozent höher als im Jahr 2015. Neben Pharmazieprodukten wurden in Nordrhein-Westfalen auch Produkte aus dem Bereich Medizintechnik hergestellt: Im vergangenen Jahr wurden medizinische, chirurgische und zahnärztliche Geräte und Instrumente im Wert von 1,1 Milliarden Euro (+23,1 Prozent gegenüber 2015) sowie bestrahlungs- und elektromedizinische Geräte im Wert von 103 Millionen Euro (+7,4 Prozent) produziert. Mit der Reparatur, Instandhaltung sowie der Installation von medizinischen und orthopädischen Apparaten und Geräten wurde ein Absatzwert von 60 Millionen Euro (−4,8 Prozent) erzielt.

Bundesweit lag der Produktionswert von Medikamenten und Medizintechnik 2016 bei 49,4 Milliarden Euro (+0,2 Prozent). 14,0 Prozent dieser Summe entfielen auf die nordrhein-westfälischen Betriebe.

Im ersten Halbjahr 2017 produzierten nordrhein-westfälische Betriebe Medikamente und Medizintechnik im Wert von 3,4 Milliarden Euro (+0,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, werden in Nordrhein-Westfalen eine Reihe von weiteren Erzeugnissen für den Gesundheitsbereich hergestellt, die jedoch nicht gesondert erhoben, sondern von den Herstellern zusammengefasst mit Produkten für andere Verwendungszwecke gemeldet werden (z. B. „Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumente” oder „Arbeits- und Berufsbekleidung”). (IT.NRW)

(307 / 17) Düsseldorf, den 10. November 2017