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NRW: Verdienste im öffentlichen Dienst um 6,2 Prozent niedriger als in der Privatwirtschaft

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen lagen die durchschnittlichen Bruttojahresverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Kernbereich des öffentlichen Dienstes (öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung) im Jahr 2016 bei 47 399 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des internationalen Tages des Öffentlichen Dienstes (23. Juni 2017) mitteilt, lagen die Löhne und Gehälter der öffentlich Bediensteten damit um 6,2 Prozent unter denen der Privatwirtschaft (50 529 Euro). Die bezahlte Wochenarbeitszeit war im öffentlichen Dienst mit 40,0 Wochenstunden zudem über eine Stunde länger als in der freien Wirtschaft (38,9).

NRW im Jahr 2016" border cellpadding="5">
Bezahlte Wochenarbeitszeiten und Bruttoverdienste in NRW im Jahr 2016
Arbeitnehmergruppen Ausgewählte Wirtschaftsabschnitte (WZ1) 2008)
öffentliche Verwaltung, Verteidi-
gung, Sozialversicherung
Privatwirtschaft
Anteil
Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Jahres-
verdienst
in Euro2)
Anteil
Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Jahres-
verdienst
in Euro2)
1) Klassifikation der Wirtschaftszweige
2) brutto (einschl. Sonderzahlungen) Quelle: Vierteljährliche Verdiensterhebung
Vollzeitbeschäftigte insgesamt 100 % 40,0 47 399 100 % 38,9 50 529
in leitender Stellung 9,8 % 40,2 73 533 11,3 % 38,9 102 383
herausgehobene Fachkräfte 44,4 % 39,9 51 571 22,4 % 38,9 62 021
Fachkräfte 40,1 % 40,1 38 677 45,3 % 38,9 40 932
Angelernte 4,8 % 40,1 32 108 14,5 % 39,1 33 192
Ungelernte 0,9 % 40,5 27 865 6,6 % 37,8 26 793

Die Verdienste im öffentlichen Dienst unterschieden sich von denen in der Privatwirtschaft insbesondere bei herausgehobenen Fachkräften (−17 Prozent) und Vollzeitbeschäftigten in leitender Stellung (−28 Prozent). Bei vollzeitbeschäftigten Fachkräften (−6 Prozent), Angelernten (−3 Prozent) und Ungelernten (+4 Prozent) waren die Unterschiede dagegen geringer.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass aufgrund der Besonderheiten bei der Beamtenbesoldung (Beamte müssen z. B. keine Beiträge zur Sozialversicherung entrichten) die Unterschiede bei den Nettoverdiensten vermutlich – vor allem bei Führungskräften – geringer sein dürften. Im Rahmen der Verdiensterhebungen werden ausschließlich Bruttoverdienste erfragt. (IT.NRW)

(165 / 17) Düsseldorf, den 22. Juni 2017