Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Verdienste im öffentlichen Dienst in NRW um sechs Prozent niedriger als in der Privatwirtschaft

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Verdienste im öffentlichen Dienst in NRW um sechs Prozent niedriger als in der Privatwirtschaft

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen lagen die durchschnittlichen Bruttojahresverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Kernbereich des öffentlichen Dienstes (öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung) im Jahr 2015 bei 46 498 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anlässlich des internationalen Tages des Öffentlichen Dienstes (23. Juni 2016) mitteilt, lagen die Löhne und Gehälter der öffentlich Bediensteten damit um sechs Prozent unter denen der Privatwirtschaft (49 483 Euro). Die bezahlte Wochenarbeitszeit war im öffentlichen Dienst mit 40,0 Wochenstunden zudem über eine Stunde länger als in der freien Wirtschaft (38,8).

Bezahlte Wochenarbeitszeiten und Bruttoverdienste in NRW im Jahr 2015
Arbeitnehmergruppen Ausgewählte Wirtschaftsabschnitte (WZ1) 2008)
öffentliche Verwaltung, Verteidi-
gung, Sozialversicherung
Privatwirtschaft
Anteil
Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Jahres-
verdienst
in Euro2)
Anteil
Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Jahres-
verdienst
in Euro2)
1) Klassifikation der Wirtschaftszweige
2) brutto (einschl. Sonderzahlungen) Quelle: Vierteljährliche Verdiensterhebung
Vollzeitbeschäftigte insgesamt 100 % 40,0 46 498 100 % 38,8 49 483
in leitender Stellung 9,9 % 40,2 72 222 11,4 % 38,8 98 391
herausgehobene Fachkräfte 44,5 % 39,9 50 325 22,8 % 38,8 60 571
Fachkräfte 39,8 % 40,0 38 159 44,6 % 38,9 40 149
Angelernte 4,8 % 40,1 31 484 14,9 % 39,1 32 754
Ungelernte 1,1 % 40,3 26 309 6,3 % 37,9 26 844

Die Verdienste im öffentlichen Dienst unterschieden sich von denen in der Privatwirtschaft insbesondere bei herausgehobenen Fachkräften (−17 Prozent) und Vollzeitbeschäftigten in leitender Stellung (−27 Prozent). Bei vollzeitbeschäftigten Fachkräften (−5 Prozent), Angelernten (−4 Prozent) und Ungelernten (−2 Prozent) waren die Unterschiede dagegen geringer.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass aufgrund der Besonderheiten bei der Beamtenbesoldung (Beamte müssen z. B. keine Beiträge zur Sozialversicherung entrichten) die Unterschiede bei den Nettoverdiensten vermutlich geringer sein dürften. Im Rahmen der Verdiensterhebungen werden ausschließlich Bruttoverdienste erfragt. (IT.NRW)

(159 / 16) Düsseldorf, den 22. Juni 2016