Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in NRW waren 2014 im Ländervergleich mäßig vom Mindestlohn betroffen

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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in NRW waren 2014 im Ländervergleich mäßig vom Mindestlohn betroffen

Düsseldorf (IT.NRW). Bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde errechnet sich bei einer Vollzeitbeschäftigung von 40 Wochenarbeitsstunden ein Monatslohn von ca. 1 473 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand erster Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung mitteilt, entsprach der zum 1. Januar 2015 eingeführte gesetzliche Mindestlohn in Nordrhein-Westfalen im April 2014 damit weniger als der Hälfte (41 Prozent) des durchschnittlichen Bruttomonatsverdienstes von 3 570 Euro. Im Bundesdurchschnitt lag dieser Wert bei 43 Prozent; Nordrhein-Westfalen rangierte im Vergleich mit den anderen Bundesländern hier auf dem sechsten Platz.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wird als Maß der potenziellen Betroffenheit der sogenannte Kaitz-Index verwendet: Je höher dieser Index, desto stärker könnte die Auswirkung des Mindestlohns im regionalen Vergleich sein. Die Kennziffer misst die Relation zwischen Mindestlohn und durchschnittlichem Bruttomonatsverdienst bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern. Dabei wird üblicherweise nur das Grundgehalt (ohne anteilige Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld) betrachtet.

Die regionale Betrachtung zeigt, dass die Unterschiede bei der Betroffenheit vom Mindestlohn zwischen den Arbeitsmarktregionen Nordrhein-Westfalens überwiegend gering ausfallen: Die Arbeitsmarktregionen Höxter (Bruttomonatsverdienst: 2 700 Euro; Kaitz-Index: 54 Prozent), Heinsberg (2 900 Euro; 50 Prozent) sowie Borken und Olpe (beide jeweils 3 000 Euro; 49 Prozent) gehörten im April 2014 zu den von den Auswirkungen des Mindestlohns am stärksten betroffenen Regionen im Land. Die Arbeitsmarktregionen Leverkusen und Düsseldorf (beide jeweils Bruttomonatsverdienst: 4 100 Euro; Kaitz-Index: 36 Prozent) sowie Krefeld (3 900 Euro; 38 Prozent) und Köln (3 800 Euro; 39 Prozent) waren hingegen die landesweit am wenigsten betroffenen Regionen. (IT.NRW)

(141 / 16) Düsseldorf, den 02. Juni 2016