Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - 2015 wurden in NRW 3,4 Prozent mehr Schwangerschaften abgebrochen als ein Jahr zuvor

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2015 wurden in NRW 3,4 Prozent mehr Schwangerschaften abgebrochen als ein Jahr zuvor

Düsseldorf (IT.NRW). Für das Jahr 2015 wurden von Arztpraxen und Krankenhäusern 20 738 Schwangerschaftsabbrüche von Frauen mit Wohnsitz in NRW gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 678 Fälle bzw. 3,4 Prozent mehr als 2014 (damals: 20 105).

Knapp vier Prozent (799) der Frauen, die im vergangenen Jahr einen Abbruch vornehmen ließen, waren minderjährig; 64 Mädchen waren jünger als 15 Jahre. Neun von zehn Frauen (89,1 Prozent) waren zum Zeitpunkt des Abbruchs 18 bis 39 Jahre alt; sieben Prozent waren 40 Jahre oder älter.

Mehr als die Hälfte der Frauen (58,1 Prozent) hatte vor dem Abbruch mindestens ein Kind geboren. Darunter befanden sich 2 468 Frauen mit drei oder vier sowie weitere 314 Frauen mit fünf oder mehr Kindern.

In mehr als einem Drittel (37,7 Prozent) der Fälle erfolgte der Schwangerschaftsabbruch vor der siebten Schwangerschaftswoche; knapp drei Viertel (74,1 Prozent) aller Schwangerschaften wurden vor der neunten und 97,2 Prozent vor der zwölften Woche beendet.

96,6 Prozent der Abbrüche erfolgten im Anschluss an die gesetzlich vorgeschriebene Beratung. In den übrigen Fällen war 701 Frauen eine medizinische und einer Frau eine kriminologische Indikation bescheinigt worden. Nur aufgrund dieser Ausnahmetatbestände ist ein legaler Abbruch auch nach der vollendeten zwölften Schwangerschaftswoche möglich.

97 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurden ambulant in Arztpraxen oder Krankenhäusern durchgeführt; drei Prozent der Eingriffe wurden stationär in Krankenhäusern vorgenommen. (IT.NRW)

(074 / 16) Düsseldorf, den 23. März 2016