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NRW: Verdienste der Vollzeitbeschäftigten im öffentlichen Dienst durchschnittlich zehn Prozent niedriger als in der Privatwirtschaft

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein‑Westfalen lagen im Jahr 2011 die durchschnittlichen Bruttojahresverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Kernbereich des öffentlichen Dienstes (öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung) bei 41 868 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Internationalen Tags des Öffentlichen Dienstes am 23. Juni mitteilt, lagen die Löhne und Gehälter der öffentlich Bediensteten damit um knapp zehn Prozent unter denen der Privatwirtschaft (46 407 Euro). Die Wochenarbeitszeiten waren im öffentlichen Dienst mit 40,1 Stunden um fast eineinhalb Stunden höher als in der Privatwirtschaft (38,8 Stunden).

Wochenarbeitszeiten und Bruttoverdienste in NRW im Jahr 2011
Arbeitnehmer­gruppen Ausgewählte Wirtschaftsabschnitte (WZ1) 2008)
öffentliche Verwaltung, Verteidi-
gung, Sozialversicherung
Privatwirtschaft
Anteil
in
Prozent
Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Brutto-
jahres-
verdienst
in Euro2)
Anteil
in
Prozent
Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Brutto-
jahres-
verdienst
in Euro2)
1) Klassifikation der Wirtschaftszweige – 2) inkl. Sonderzahlungen
Quelle: Vierteljährliche Verdiensterhebung
Vollzeitbeschäftigte insgesamt 100 40,1 41 868 100 38,8 46 407
in leitender Stellung 9,8 40,2 65 833 10,7 38,8 93 387
herausgehobene Fachkräfte 40,6 40,0 45 929 20,5 38,6 57 652
Fachkräfte 42,8 40,2 34 713 44,3 38,9 39 188
Angelernte 5,1 39,9 29 316 17,6 39,2 31 519
Ungelernte 1,6 40,3 23 268 7,0 38,7 24 880

Herausgehobene Fachkräfte (45 929 Euro) und Beschäftigte in leitender Stellung (65 833 Euro) in der öffentlichen Verwaltung verdienten im Vergleich zur privaten Wirtschaft (57 652 Euro bzw. 93 387 Euro) rund 20 bzw. 29 Prozent weniger. Die Statistiker weisen darauf hin, dass aufgrund der Besonderheiten bei der Beamtenbesoldung (Beamte müssen z. B. keine Beiträge zur Sozialversicherung entrichten) die Unterschiede bei den Nettoverdiensten vermutlich v. a. in leitenden Stellungen geringer sein dürften. Im Rahmen der Verdiensterhebungen werden aber ausschließlich Brutto- und keine Nettoverdienste erfragt. (IT.NRW)

(139 / 12) Düsseldorf, den 22. Juni 2012