Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Mehr Sorgerechtsentziehungen in Nordrhein-Westfalen

Seitennavigation

Hilfsnavigation und Suche

Bereichsnavigation

Hauptnavigation

 
Sie sind hier: Presse >> Pressemitteilungen (chronologisch) >> Ausgewählte Meldungen 2010 >> Mehr Sorgerechtsentziehungen in Nordrhein-Westfalen

Inhaltsanfang

Mehr Sorgerechtsentziehungen in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf (IT.NRW). In 3 556 Fällen haben die Gerichte in Nordrhein-Westfalen 2009 den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 10,8 Prozent mehr Fälle als 2008 (3 209). Für 2 956 dieser Kinder und Jugendlichen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen, 2008 hatte es noch 2 403 Übertragungen auf das Jugendamt gegeben. In 600 Fällen (2008: 806) übertrugen die Gerichte das Sorgerecht einer Einzelperson oder einem Verein. Nach § 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) können die Gerichte den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge anordnen, wenn bei Nichteingreifen des Gerichts mit einiger Sicherheit ein Schaden beim Kind eintreten wird. Bei einem teilweisen Entzug der elterlichen Sorge wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen.

Im Jahr 2009 bearbeiteten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen außerdem 17 782 Sorgeerklärungen; das waren 4,1 Prozent mehr als 2008 (17 084). Die Sorgeerklärung (häufiger auch als Sorgerechtserklärung bezeichnet) ist eine spezielle Willenserklärung nicht miteinander verheirateter Eltern eines Kindes, die elterliche Sorge gemeinsam ausüben zu wollen. Mit der Abgabe der Sorgerechtserklärung vor einer Urkundsperson steht das elterliche Sorgerecht nach § 1626a Abs. 1 BGB beiden Eltern gemeinsam zu. (IT.NRW)

(113 / 10) Düsseldorf, den 15. Juli 2010

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.