Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Erläuterungen

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Methodische Erläuterung

 

Datengewinnung/Datenbasis

Die monatlich von IT.NRW als statistischem Landesamt veröffentlichten Daten zum NRW-Gastgewerbe basieren auf den jeweils aktuellsten Ergebnissen der „Monatsstatistik im Gastgewerbe”. Bei dieser Konjunkturerhebung handelt es sich um eine Unternehmensstatistik. Sie wird als geschichtete Stichprobenerhebung durchgeführt, bei der ca. fünf Prozent der potenziell berichtspflichtigen Unternehmen befragt werden. Einmal jährlich werden ca. 17 Prozent der Berichtspflichtigen in den Repräsentativschichten der Stichprobe ausgetauscht (Stichprobenrotation). Die regelmäßige Aktualisierung der Zusammensetzung des Berichtskreises berücksichtig damit die laufenden Veränderungen, die etwa durch Betriebsauflösungen, Wirtschaftszweigwechsel oder Firmenneugründungen eintreten.

Berichtspflichtige/Erhebungseinheiten

Hauptkriterium für die Zugehörigkeit eines Unternehmens zum Berichtskreis ist der Schwerpunkt seiner wirtschaftlichen Tätigkeit gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige in der Abteilung 55 (Beherbergung) oder 56 (Gastronomie) der WZ 2008. Potenziell berichtspflichtig sind alle rechtlich selbstständigen Unternehmen mit Sitz in Deutschland, deren Jahresumsatz 150 000 Euro und mehr beträgt.

Erhebungsinhalt

Erfragt werden jeweils Angaben zum Gesamtunternehmen mit allen Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sowie allen zum Unternehmen gehörenden Hilfs- und Nebenbetrieben (Verwaltung, Lager, Produktion usw.). Dazu gehören auch solche Arbeitsstätten, in denen andere als Gastgewerbetätigkeiten überwiegen (z. B. Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln). Nicht einbezogen werden land- und forstwirtschaftliche Betriebe, im Ausland gelegene Unternehmensteile sowie die Gastgewerbeaktivitäten solcher Unternehmen, deren wirtschaftlicher Schwerpunkt nicht im Gastgewerbe liegt, wie von Einzelhandelsunternehmen betriebene Restaurants oder von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes oder Behörden in eigener Regie betriebene Kantinen.

Darstellung der Ergebnisse

Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt nach Positionen der Wirtschaftszweigsystematik (WZ 2008) oder nach sogenannten Sondersummen, die sich aus ausgewählten WZ-Positionen zusammensetzen.

Für das Gastgewerbe werden die beiden folgenden Sondersummen berücksichtigt:

55-01 Gastgewerbe

  • die Beherbergung (WZ 55)
  • die Gastronomie (WZ 56)

561-01 Gaststättengewerbe

  • Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés und Ähnliches (WZ 56.1)
  • Ausschank von Getränken (WZ 56.3)

Zu beachten ist, dass die dargestellten Ergebnisse aufgrund der vorgegebenen Erhebungsmethodik nicht den erzielten Umsatz im jeweiligen Wirtschaftszweig widerspiegeln (z. B. WZ 56.1 „Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben …”), sondern auf dem Umsatz von Unternehmen, die schwerpunktmäßig in diesem Wirtschaftszweig tätig sind, basieren. Umsätze, die von anderen Unternehmen in diesem Bereich erzielt wurden (z. B. Umsätze von Kantinen, die von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in Eigenregie betrieben werden), können für die verschiedenen Wirtschaftszweige nicht berücksichtigt werden, weil der Statistik keine Kenntnisse darüber vorliegen.

Vorläufige Ergebnisse

Die Ergebnisse enthalten Schätzungen für nicht rechtzeitig eingehende Unternehmensmeldungen und sind deshalb als vorläufig anzusehen. Später eingehende Nachmeldungen sowie rückwirkende Korrekturlieferungen von Meldern werden in das Datenmaterial aufgenommen und in den Veröffentlichungen der Folgemonate entsprechend berücksichtigt.

Vergleichbarkeit

Gemäß den Vorgaben der Europäischen Union ist für die Gastgewerbestatistik alle fünf Jahre ein neues Basisjahr für die Ermittlung der realen Umsätze und der Messzahlen zu wählen. Ab Berichtsmonat März 2013 werden daher Daten basierend auf dem Jahr 2010 dargestellt. Weil frühere veröffentlichte Ergebnisse auf das Jahr 2005 basiert wurden, sind sie nur eingeschränkt mit ab März 2013 veröffentlichten Ergebnissen vergleichbar.

 

Veröffentlichungen zum Gastgewerbe

Zu Umsätzen und Beschäftigtenzahlen des Gastgewerbes in NRW erscheinen bei IT.NRW folgende Veröffentlichungen:

Monatliche Pressemitteilung

  • Veränderungsraten in den wichtigsten Wirtschaftszweig-Positionen zum aktuellen Berichtsmonat

Monatlicher Statistischer Bericht

  • Veränderungsraten und Messzahlen in allen relevanten Wirtschaftszweig-Positionen zum aktuellen Berichtsmonat sowie kumulierte Angaben und Vorperiodenvergleiche

Eckdaten zum nordrhein-westfälischen Gastgewerbe

  • Jahres-Messzahlen zu ausgewählten Wirtschaftszweig-Positionen für die letzten zwei dem laufenden Berichtsjahr vorausgehenden Jahre

Jahrbuch

  • Zentrale Ergebnisse der jährlichen Strukturerhebung und der monatlichen Konjunkturerhebung im Gastgewerbe

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Rechtsgrundlage

Für die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung im Gastgewerbe sind das Handelsstatistikgesetz (HdlStatG) vom 10. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3438) in Verbindung mit dem Bundesstatistikgesetz (BStatG) vom 22. Januar 1987 (BGBl. I S. 462, 565) in ihrer jeweils gültigen Fassung die Rechtsgrundlage.

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Begriffsdefinition

Umsatz

In den Tabellen wird zum einen die Entwicklung der nominalen, nicht inflationsbereinigten Umsätze, sowie zum anderen die Entwicklung der realen, um die Preisentwicklung seit dem Basisjahr bereinigten Umsätze dargestellt.

Beschäftigte

Als Beschäftigte gelten alle im Unternehmen tätigen Personen. Dazu gehören z. B. Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zum Unternehmen stehen, tätige Inhaber/-innen, unbezahlt mithelfende Familienangehörige. Auch vorübergehend Abwesende (z. B. wegen Krankheit, Urlaub oder Mutterschutz) sind einbezogen. Bei Vollzeitbeschäftigten entspricht die durchschnittliche Arbeitszeit der orts-, branchen- oder betriebsüblichen Wochenarbeitszeit. Bei Teilzeitbeschäftigten (einschließlich der geringfügig Beschäftigten) ist die durchschnittliche Arbeitszeit kürzer als die orts-, branchen- oder betriebsübliche Wochenarbeitszeit.

Veränderungsrate

Die Veränderungsrate des Umsatzes zu einem WZ-Bereich gibt an, um wie viel Prozent des Umsatzes der Vorperiode sich der Umsatz des Berichtszeitraums verändert hat. Veränderungsraten für Beschäftigtenzahlen werden analog ermittelt.

Messzahl

Die Messzahl des Umsatzes/der Beschäftigtenzahl zu einem WZ-Bereich gibt das Verhältnis des Umsatzes/der Beschäftigtenzahl im Berichtszeitraum zu dem arithmetischen Mittel der zwölf Monate des Basisjahres in diesem WZ-Bereich an.

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Zuletzt aktualisiert: März 2014