Die Ergebnisse der amtlichen Statistik stellen gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Zusammenhänge für Bund, Länder, Gemeinden, Gesellschaft, Wissenschaft und Forschung dar. Sie sind die Voraussetzung für eine am Sozialstaatsprinzip ausgerichtete Politik. Statistische Ergebnisse wirken mannigfach auf das Gemeinwesen und beeinflussen das Zusammenleben der Menschen. Der Aufwand, der für die Erstellung der Statistiken betrieben wird, ist eine gute Investition und Grundlage für objektives und verantwortliches gesellschaftliches Handeln.
Die Statistiken der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder liefern wichtige Entscheidungs- und Planungsgrundlagen, wie folgende Beispiele zeigen:
Für die amtliche Statistik gelten die Grundsätze der Neutralität, Objektivität und wissenschaftlichen Unabhängigkeit. Die amtliche Statistik gewinnt die Daten unter Verwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Einsatz der jeweils sachgerechten Methoden und Informationstechniken. Die statistische Geheimhaltung gehört zum wichtigsten Grundsatz der amtlichen Statistik und bildet das Fundament in der Beziehung zu den Berichtspflichtigen: Alle Einzelangaben, die von den statistischen Ämtern erhoben werden, sind strikt geheim zu halten. Die Angaben dienen ausschließlich statistischen Zwecken und dürfen nur für die gesetzlich bestimmten Zwecke verwendet werden. Für jede amtliche Statistik ist eine spezielle Rechtsgrundlage erforderlich. Persönliche Angaben verlassen den abgeschotteten Bereich des statistischen Amtes nicht. Keine andere Behörde, auch nicht das Finanzamt oder die Agentur für Arbeit, und keine Privatpersonen erfahren etwas über die Daten. Alle erfragten Daten müssen anonymisiert ausgewertet und die Erhebungsunterlagen nach Abschluss der Aufbereitung vernichtet werden. Bei der Veröffentlichung von Statistikergebnissen muss ausgeschlossen werden, dass Rückschlüsse auf einzelne Auskunftspflichtige gezogen werden können.
Die Daten der deutschen amtlichen Statistik genießen im In- und Ausland den Ruf, in hohem Maße verlässlich zu sein. Um das Qualitätsniveau dieser Statistiken auch künftig gewährleisten und ausbauen zu können, haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder Qualitätsstandards entwickelt. Die Qualitätsstandards stellen für alle Phasen der Durchführung amtlicher Statistiken die Methoden und Verfahren der Qualitätssicherung dar, an denen sich die amtliche Statistik orientiert. Im Rahmen dieser Standards ist auch festgeschrieben, dass die Belastung der Befragten möglichst gering zu halten ist. Dies soll beispielsweise durch die verstärkte Nutzung von Verwaltungsdaten, den Einsatz von Stichproben oder die Rotation von Stichprobeneinheiten bei Wiederholungsbefragungen erfolgen.
Ein weiterer Eckpfeiler der amtlichen Statistik in Deutschland ist der Verhaltenskodex für die Europäischen Statistiken vom Statistischen Ausschuss der Europäischen Union. Den Datennutzern wird darin zugesichert, dass die europäischen und die nationalen statistischen Stellen unparteilich und die von ihnen erstellten und verbreiteten Statistiken vertrauenswürdig, objektiv und zuverlässig sind. Der Verhaltenskodex basiert auf 15 Grundsätzen zum institutionellen Rahmen, zum Prozess der statistischer Datenproduktion und zu den Qualitätsmerkmalen der statistischen Produkte.
Information und Technik Nordrhein-Westfalen hat als Statistisches Landesamt die Aufgabe, Angaben über die demografische, soziale, ökonomische und ökologische Lage in Nordrhein-Westfalen bereitzustellen und diese für unterschiedliche Nutzergruppen verfügbar zu machen. Das Statistische Aufgabenprogramm enthält eine Auflistung über alle knapp 300 Statistiken, die IT.NRW derzeit durchführt.
Ein Großteil der gewonnen Ergebnisse wird im Internetangebot von IT.NRW publiziert. Neben Eckdaten, die als klassische HTML-Seiten Ergebnisse aus allen Bereichen der amtlichen Statistik liefern, bietet die Landesdatenbank die Möglichkeit, selbstständig wirtschaftliche und soziale Regionaldaten zu erschließen und als Tabellen abzurufen. Mit dem regionalstatistischen Online-Atlas NRW (Statlas.NRW) stellt IT.NRW ein umfassendes interaktives Kartenangebot zur Verfügung.
Darüber hinaus erscheinen jährlich etwa 550 verschiedene Veröffentlichungen, die über den Publikationsservice bestellt oder – in den meisten Fällen kostenlos – als PDF-Datei bezogen werden können. Nachfolgende Beispiele zeigen die Produktvielfalt:
Das Statistische Jahrbuch Nordrhein-Westfalen enthält auf ca. 700 Seiten die nordrhein-westfälischen Ergebnisse aus allen Bereichen der amtlichen Statistiken; der Flyer Nordrhein-Westfalen in Zahlen enthält das Wesentliche auf sieben Seiten. Die Kreisstandardzahlen wiederum liefern Regionalergebnisse, u. a. auch für das Ruhrgebiet.
In den Statistischen Berichten werden die Ergebnisse einzelner Statistiken veröffentlicht. Der 2-seitige, monatlich erscheinende Band Bevölkerungsstand in Nordrhein-Westfalen zählt hierzu ebenso wie der jährlich erscheinende, knapp 300-seitige Band Allgemeinbildende Schulen in Nordrhein-Westfalen.
In der Reihe Statistik kompakt werden aktuelle Themen, wie beispielsweise die Auswirkung der ökonomischen Situation auf die Familiengründung, in Form von Kurzanalysen behandelt. Die Reihe Statistische Analysen und Studien enthält längere analytisch ausgerichtete Beiträge, wie beispielsweise den Aufsatz Regionalspezifische Arbeitsmärkte für Personen mit Zuwanderungsgeschichte oder umfangreiche Berichte (Auswirkungen des demografischen Wandels; Bildungsreport Nordrhein-Westfalen).
Weiterführende Links und ausgewählte Publikationen:
Information und Technik Nordrhein-Westfalen gibt fast täglich Pressemitteilungen zu statistischen Themen heraus. Statistische Ergebnisse werden hierbei zeitnah und in übersichtlicher Form publiziert. Liegen Gemeinde- und Kreisergebnisse vor, werden diese direkt als Download bereitgestellt. Das Themenspektrum ist breitgefächert: Die monatlich genau terminierte Pressemitteilung zum Verbraucherpreisindex gehört ebenso zum Repertoire wie Pressemitteilungen zu besonderen Anlässen (Jetzt amtlich: Köln Millionenstadt).
Ausgewählte Pressemitteilungen:
Information und Technik Nordrhein-Westfalen führt kontinuierlich und interdisziplinär Analysen und Forschungsarbeiten zu verschiedenen gesellschaftspolitisch relevanten Themen durch. Neben Auftragsarbeiten für Ressorts, Fachbehörden oder sonstige Auftraggeber werden hier auch Beiträge im Rahmen des eigenen Forschungsprogramms realisiert. Damit leistet Information und Technik Nordrhein-Westfalen in seiner Funktion als Statistisches Landesamt einen grundlegenden Beitrag zur Beobachtung und Interpretation wichtiger Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Genutzt wird dazu vorrangig der umfangreiche Datenbestand der amtlichen Statistik. Bei Projekten oder Aufträgen, die nicht oder nicht vollständig mit der amtlichen Statistik bearbeitet werden können, werden auch eigenständige empirische Erhebungen durchgeführt. Außerdem bietet Information und Technik Nordrhein-Westfalen kompetente Beratung zu methodischen Fragestellungen sowie umfassende Unterstützung bei der Konzeption von Studien und Erhebungen an.
Ausgewählte Projekte finden Sie hier.
Information und Technik Nordrhein-Westfalen bietet im Rahmen des Forschungsdatenzentrums der Statistischen Ämter der Länder wissenschaftlichen Institutionen die Möglichkeiten, anonymisierte Einzeldatensätze der amtlichen Statistik für eigene Forschungsvorhaben zu nutzen.
Als serviceorientierter Statistikdienstleiter bietet IT.NRW telefonische Auskunft und Unterstützung an. Die zentrale statistische Information und Beratung sowie die Pressestelle, aber auch die Hotlines für das Forschungsdatenzentrum, den Zensus 2011 und die Landesdatenbank sind für Kundenanfragen da.