Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW: Jede(r) Sechste von Einkommensarmut betroffen

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NRW: Jede(r) Sechste von Einkommensarmut betroffen

Düsseldorf (IT.NRW). Etwa jeder sechste (16,2 Prozent) Einwohner Nordrhein-Westfalens hatte im Jahr 2014 ein Einkommen, das unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle lag. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, lag die Armutsgefährdungsquote damit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 (damals: 16,0 Prozent).

Im Jahr 2014 waren in NRW sowohl Minderjährige als auch junge Erwachsene (im Alter von 18 bis 24 Jahren) vergleichsweise häufig von relativer Einkommensarmut betroffen: Mehr als jede/r fünfte Minderjährige (21,9 Prozent) und mehr als jede/r vierte junge Erwachsene (25,8 Prozent) lebte in einem einkommensarmen Haushalt. Die höhere Armutsgefährdungsquote bei jungen Erwachsenen ist zum Teil auf die Studierenden und Auszubildenden, die nicht mehr im elterlichen Haushalt leben, zurückzuführen; 58,0 Prozent dieser Gruppe bezogen ein Einkommen, das unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle lag. Ohne diese Personengruppe war die Armutsgefährdungsquote der jungen Erwachsenen mit 18,3 Prozent im Jahr 2014 deutlich niedriger, aber immer noch über dem Durchschnitt.

Die Armutsgefährdungsquote von älteren Menschen (im Alter von 65 oder mehr Jahren) lag im vergangenen Jahr bei 13,3 Prozent. Seit dem Jahr 2006 gab es bei Personen dieser Altersgruppe einen kontinuierlichen Anstieg der Armutsgefährdungsquote, während sie bei Personen jüngeren Alters bis 2010 nahezu konstant war. In den letzten vier Jahren ist jedoch auch hier ein Anstieg der relativen Einkommensarmut zu verzeichnen.

Die Ergebnisse basieren auf Berechnungen, die der Landesbetrieb IT.NRW im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik” durchgeführt hat. Nach der Definition der Europäischen Union gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (gemessen am Median) der Bevölkerung (hier: dem mittleren Einkommen in NRW) zur Verfügung stehen. Laut den Ergebnissen des Mikrozensus lag die Armutsgefährdungsschwelle für Einpersonenhaushalte in NRW 2014 bei monatlich 895 Euro.

Ergänzende Daten zur relativen Einkommensarmut in den Bundesländern und dem gesamten Bundesgebiet sowie zusätzliche Sozialindikatoren stehen hier zur Verfügung. (IT.NRW)

Ergebnisse für die Raumordnungsregionen in NRW finden Sie hier.

(213 / 15) Düsseldorf, den 27. August 2015