Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW: 2,5 Prozent mehr Sorgerechtsentziehungen im Jahr 2014

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NRW: 2,5 Prozent mehr Sorgerechtsentziehungen im Jahr 2014

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2014 wurden 4 628 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge durchgeführt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,5 Prozent mehr Maßnahmen als ein Jahr zuvor (2013: 4 513). Nach § 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ordneten die Gerichte in 2 350 Fällen den vollständigen und in 2 278 Fällen den teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an. Bei einem teilweisen Entzug wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen.

In 1 510 Fällen – also bei etwa jeder dritten Maßnahme – wurde im Jahr 2014 das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen; 2013 hatte es 1 420 Übertragungen auf das Jugendamt gegeben.

Im Jahr 2014 bearbeiteten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen außerdem 28 368 Sorgeerklärungen; das waren 6,2 Prozent mehr als 2013 (damals: 26 703). Die Sorgeerklärung (häufiger auch als Sorgerechtserklärung bezeichnet) ist eine spezielle Willenserklärung nicht verheirateter Eltern, die elterliche Sorge für ein Kind gemeinsam ausüben zu wollen. Die elterliche Sorge kann den Eltern – auf Grundlage einer entsprechenden gerichtlichen Entscheidung – auch ganz oder zum Teil gemeinsam übertragen werden. Mit der Abgabe der Sorgeerklärung vor einer Urkundsperson steht das elterliche Sorgerecht beiden Eltern gemeinsam zu (§ 1626a Abs. 1 BGB). (IT.NRW)

(184 / 15) Düsseldorf, den 24. Juli 2015

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