Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Erben mussten 2013 in NRW 903 Millionen Euro Erbschaftsteuer entrichten

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Erben mussten 2013 in NRW 903 Millionen Euro Erbschaftsteuer entrichten

Düsseldorf (IT.NRW). Die nordrhein-westfälischen Finanzämter erteilten 2013 Erbschaftsteuerbescheide zu 12 246 steuerrelevanten Nachlässen mit einem Vermögenswert von insgesamt 8,8 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, verblieben nach Abzug von Nachlassverbindlichkeiten, persönlichen Steuerfreibeträgen und sachlichen Steuerbefreiungen insgesamt 4,4 Milliarden Euro an steuerpflichtigem Erbe; das waren 0,5 Prozent mehr als im Jahr 2012. Auf diese Summe mussten die 21 778 Nachlassbegünstigten zusammen 903 Millionen Euro Erbschaftsteuer an den Fiskus entrichten. Das waren 7,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2012: 971 Millionen Euro).

Bei fast jeder zweiten steuerpflichtigen Erbschaft lag der Vermögenswert im Jahr 2013 unter 50 000 Euro; hieraus resultierten 4,8 Prozent der insgesamt festgesetzten Erbschaftsteuer. Dagegen steuerten die 0,4 Prozent der Fälle mit Erbschaften von jeweils mehr als fünf Millionen Euro gut 24 Prozent zum gesamten Erbschaftsteueraufkommen bei.

Neben den Erbschaften gab es 4 772 steuerrelevante Schenkungen (2012: 4 606) mit einem Vermögenswert von 2,3 Milliarden Euro (+37,6 Prozent). Die hierfür festgesetzte Schenkungsteuer summierte sich auf einen Betrag von 244 Millionen Euro; das waren 94,1 Prozent mehr als 2012. Nahezu die Hälfte (42,9 Prozent) der Schenkungsfälle hatte einen steuerpflichtigen Wert von weniger als 50 000 Euro; ihr Anteil an der insgesamt festgesetzten Schenkungsteuer lag bei 2,5 Prozent. In etwa jedem siebzigsten Fall wurden mehr als fünf Millionen Euro erworben; der Anteil an der gesamten Schenkungsteuer lag hier bei 46 Prozent.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass die Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik keine Informationen über alle Vermögensübergänge eines Berichtsjahres liefern kann, weil die Mehrzahl der Vermögensübertragungen unterhalb der hohen Freibetragsgrenzen liegt und deshalb zu keiner Steuerfestsetzung führt. Basis der Angaben bildet das Festsetzungsjahr 2013, d. h. der Steuerentstehungszeitpunkt des Erbschafts- oder Schenkungsfalls kann bereits in den Vorjahren eingetreten sein. (IT.NRW)

(187 / 14) Düsseldorf, den 08. Juli 2014