Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW: Fiskus erhält 2012 fast eine Milliarde Euro Erbschaftsteuer

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NRW: Fiskus erhält 2012 fast eine Milliarde Euro Erbschaftsteuer

Düsseldorf (IT.NRW). Die nordrhein-westfälischen Finanzämter erteilten 2012 Erbschaftssteuerbescheide zu 12 315 steuerrelevanten Nachlässen mit einem Vermögenswert von insgesamt 8,7 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, verblieben nach Abzug von Nachlassverbindlichkeiten, persönlichen Steuerfreibeträgen und sachlichen Steuerbefreiungen insgesamt 4,4 Milliarden Euro an steuerpflichtigem Erbe; das waren 2,7 Prozent mehr als im Jahr 2011. Auf diese Summe mussten die 21 595 Nachlassbegünstigten zusammen 971 Millionen Euro Erbschaftsteuer an den Fiskus entrichten. Das waren 9,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2011: 887 Millionen Euro).

Jede zweite steuerpflichtige Erbschaft lag im Jahr 2012 unter einem Wert von 50 000 Euro; hieraus resultierten 4,4 Prozent der insgesamt festgesetzten Erbschaftsteuer. Dagegen steuerten die 0,3 Prozent der Fälle mit Erbschaften von jeweils mehr als fünf Millionen Euro gut 30 Prozent zum gesamten Erbschaftsteueraufkommen bei.

Neben den Erbschaften gab es 4 606 steuerrelevante Schenkungen (2011: 5 557) mit einem Vermögenswert von 1,7 Milliarden Euro (−17,3 Prozent). Die hierfür festgesetzte Schenkungsteuer summierte sich auf einen Betrag von 126 Millionen Euro; das waren 23,4 Prozent weniger als 2011. Nahezu die Hälfte (46,5 Prozent) der Schenkungsfälle hatte einen steuerpflichtigen Wert von weniger als 50 000 Euro; ihr Anteil an der insgesamt festgesetzten Schenkungsteuer lag bei fünf Prozent. In etwa jedem hundertsten Fall wurde mehr als fünf Millionen Euro erworben; der Anteil an der gesamten Schenkungsteuer lag hier bei 20 Prozent.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass die Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik keine Informationen über alle Vermögensübergänge eines Berichtsjahres liefern kann, weil die Mehrzahl der Vermögensübertragungen unterhalb der hohen Freibetragsgrenzen liegt und deshalb zu keiner Steuerfestsetzung führt. Basis der Angaben bildet das Festsetzungsjahr 2012, d. h. der Steuerentstehungszeitpunkt des Erbschafts- oder Schenkungsfalls kann bereits in den Vorjahren eingetreten sein. (IT.NRW)

(163 / 13) Düsseldorf, den 15. Juli 2013