Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2011 erhielten in Nordrhein‑Westfalen 214 410 Menschen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren dies fünf Prozent mehr als im Jahr 2010. Mehr als die Hälfte der Leistungsbezieher waren Frauen (121 668 bzw. 56,7 Prozent). Der durchschnittliche Nettobedarf pro Person lag bei 447 Euro pro Monat.
45 Prozent (96 908) der Empfänger/-innen waren zwischen 18 und 64 Jahren alt; sie erhielten Leistungen der Grundsicherung aufgrund einer dauerhaften Erwerbsminderung. Voraussichtlich werden diese Personen dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. 55 Prozent (117 502) der Leistungsempfänger/-innen waren 65 Jahre und älter. Bei der Gruppe der Älteren sind Frauen überproportional vertreten: Zwei Drittel (77 636) der Unterstützten, die 65 Jahre und älter sind, waren Frauen.
Mit 43 000 Personen war etwa jeder fünfte Empfänger in stationären Einrichtungen untergebracht, zum Beispiel in Pflege- oder Altenheimen. Insgesamt 171 000 Personen lebten außerhalb von Einrichtungen.
Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 12. Sozialgesetzbuch ist vor allem als ein Mittel zur Bekämpfung der sog. verschämten Armut im Alter eingeführt worden. Anspruchsberechtigt sind hilfebedürftige Personen ab 65 Jahren sowie dauerhaft voll erwerbsgeminderte Personen ab 18 Jahren. Seit Anfang 2005 ist diese Leistung im 12. Sozialgesetzbuch (SGB XII) verankert. (IT.NRW)
(162 / 12) Düsseldorf, den 16. Juli 2012
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