Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - NRW: Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche

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NRW: Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche

Düsseldorf (IT.NRW). Vollzeitbeschäftigte in der Leiharbeitsbranche in Nordrhein‑Westfalen erzielten im Jahr 2011 einen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 22 777 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lagen ihre Verdienste je nach Qualifikation und ausgeübter Tätigkeit zwischen 20 und 40 Prozent unter dem Durchschnitt der Beschäftigten aller Wirtschaftszweige. Einzige Ausnahme bildeten leitende Angestellte in der Leiharbeitsbranche, deren durchschnittliche Jahresgehälter (82 487 Euro) um 1,8 Prozent unter denen aller Führungskräfte (84 007 Euro) lagen.

Bruttojahresverdienste von Vollzeitbeschäftigten in NRW im Jahr 2011
Qualifikation insgesamt darunter:
Vermittlung und Überlassung
von Arbeitskräften
Bruttojahres-
verdienst1)
Beschäftig-
tenanteil
Bruttojahres-
verdienst1)
Beschäftig-
tenanteil
Verdienst-
abstand2)
in Euro in Prozent in Euro in Prozent in Prozent
1) inkl. Sonderzahlungen
2) gegenüber den Verdiensten insgesamt
  leitende Angestellte 84 007 12,3 82 487 1,6 −1,8
  herausgehobene Fachkräfte 53 450 24,5 42 048 2,9 −21,3
  Fachkräfte 38 100 43,0 26 238 33,7 −31,1
  angelernte Kräfte 31 132 14,6 19 526 23,7 −37,3
  ungelernte Kräfte 24 688 5,6 17 712 38,1 −28,3
Insgesamt 45 753 100 22 777 100 −50,2

Insgesamt betrachtet lagen die Verdienste in der Zeitarbeitsbranche nur bei etwa der Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Durchschnittseinkommens (45 753 Euro). Der Verdienstabstand von 50 Prozent im Branchendurchschnitt liegt in der besonderen Tätigkeitsstruktur des Zeitarbeitssektors begründet: 61 Prozent der hier Vollzeitbeschäftigten waren un- oder angelernte Kräfte, die in der Regel nur mit einfacheren Tätigkeiten betraut werden. Im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige lag der Anteil der un- und angelernten Kräfte an allen Vollzeitbeschäftigten in Nordrhein‑Westfalen bei vergleichsweise niedrigen 20 Prozent. (IT.NRW)

(080 / 12) Düsseldorf, den 27. April 2012