Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - 10 438 junge Menschen wurden 2010 vorläufig unter Schutz gestellt

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10 438 junge Menschen wurden 2010 vorläufig unter Schutz gestellt

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2010 stellten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen 10 438 Kinder und Jugendliche vorläufig unter Schutz. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit hat die Zahl der unter Schutz gestellten jungen Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Die Mehrzahl der in Obhut Genommenen waren Jugendliche ab 14 Jahren (6 675); Kinder unter 14 Jahren (3 763) waren in etwa einem Drittel der Fälle betroffen. 55,2 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen.

Wie die nachfolgende Grafik zeigt, waren eine Überforderung (4 706 Fälle) oder Beziehungsprobleme der Eltern (1 989 Fälle) sowie die Vernachlässigung des Kindes (1 173 Fälle) häufigste Anlässe für eine vorläufige Schutzmaßnahme.

Vorläufige Schutzmaßnahmen der Jugendämter in Nordrhein-Westfalen

Grafik als Datentabelle

In mehr als der Hälfte der Fälle (5 547) wurden die Maßnahmen auf Initiative des Jugendamtes oder der Polizei ergriffen. In knapp einem Viertel der Fälle (2 660) ging das behördliche Eingreifen auf Initiative des Kindes oder des Jugendlichen selbst zurück. In den übrigen Fällen wiesen z. B. Lehrer, Ärzte, Verwandte oder Nachbarn die Behörden auf die Notsituation der Kinder und Jugendlichen hin. (IT.NRW)

(143/ 11) Düsseldorf, den 12. Juli 2011

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