Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) - Erfahrungsberichte / Interviews zur Ausbildung in Programmierung (AiP)

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Erfahrungsberichte / Interviews zur Ausbildung in Programmierung (AiP)

Bild von Bartek OczkoErfahrungsbericht von Bartek Oczko

Mein Name ist Bartek Oczko und ich bin 32 Jahre alt. Seit fast drei Jahren bin ich im Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW fest eingestellt. Davor habe ich die Ausbildung in Programmierung absolviert, die mir den Einstieg ins LDS ermöglichte.

Aber wie kam ich überhaupt darauf? Ich war, wie viele andere auch, ein "klassischer" Studienabbrecher und in einer Umorientierungsphase. Das war vor vier Jahren und ich suchte nach einer Möglichkeit, meine Interessen und Fähigkeiten im IT-Bereich zu bündeln und in diesem Gebiet einen Berufseinstieg zu finden. Leider waren meine IT-Fähigkeiten nicht dokumentiert oder mit Zeugnissen belegt. Das machte es schwierig, bei Bewerbungsverfahren zu überzeugen.

Durch einen Hinweis von Kommilitonen bin ich auf die AiP des LDS aufmerksam geworden und habe mich spontan beworben. Die erste Hürde war der Einstellungstest, dem im Erfolgsfall ein kurzes Einstellungsgespräch folgte.

Die sechs Monate der AiP waren für mich eine interessante Zeit. In den einzelnen Kursabschnitten gab es sowohl sehr fordernde, als auch durchschnittliche Lektionen. Die Tests am Abschnittsende markierten jeweils den Abschluss einer Lerneinheit und kamen meiner Lernmethodik sehr entgegen - man konnte das neu Erlernte direkt überprüfen. Durch die hohe Anzahl der Prüfungen war man immer gut über seinen Fortschritt und seine Leistungen informiert.

Unser AiP-Kurs wuchs recht schnell zusammen und schuf eine gute Lernatmosphäre, in der es insgesamt einen regen Wissensaustausch zu jeder Art von Themen gab. Die Dozenten waren freundlich, hilfsbereit und durch die geringe Gruppengröße von zwölf Teilnehmern meistens in der Lage, auf den Einzelnen einzugehen. Auch wenn der Leistungsdruck (nur den Besten wird eine Übernahme angeboten) stets in den Hinterköpfen präsent war, blieb der Umgangston innerhalb der Gruppe sehr freundschaftlich und mündete sogar in einem Grill-Event am Rhein.

Nach meinem erfolgreichem Abschluss der AiP folgte zunächst ein zeitlich befristeter Vertrag, der aber anschließend in einen Festanstellungsvertrag geändert wurde. Meine derzeitige Tätigkeit im LDS gefällt mir sehr. Im CMS Competence Center entwickle ich Internetauftritte für Ministerien und öffentliche Träger in Projektarbeit. Dies macht die Arbeit abwechslungsreich, vielseitig und spannend. Kein Projekt ist wie das andere und es kommt selten ungewollte Routine auf. Dabei habe ich das umfangreiche Wissen der AiP größtenteils nutzen und durch interne Schulungen sogar erweitern können.

Die drei Jahre, die seit der AiP vergangen sind und die ich jetzt im Beruf verbracht habe, sind schnell vergangen. Rückblickend betrachtet war die AiP, neben dem Abbruch meines Studiums, eine der besten beruflichen Entscheidungen.

Die Ausbildung in Programmierung bietet einem eine gute Chance, eine anerkannte Qualifikation zu erlangen und bestehendes Wissen zu untermauern. Ich bin sehr froh, dass ich damals diese Chance genutzt habe.

Düsseldorf, den 29.08.2008


Bild von Maike StegerErfahrungsbericht von Maike Steger

Zu mir:

Mein Name ist Maike Steger und ich bin 31 Jahre alt. Von November 2007 bis April 2008 habe ich die AiP mit Schwerpunkt System- und Netzwerkadministration im LDS absolviert. Seit Mai bin ich als Systemadministratorin in der SAP-Basis des LDS angestellt.

Warum habe ich mich beim LDS für die AiP beworben?

Ich bin mehr oder weniger auf dem klassischen Weg zur AiP gekommen. Ich habe 2005 mein Studium der Informatik aus finanziellen Gründen abbrechen müssen. In der Zeit danach habe ich fachfremd für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Diese bot mir zwar einen sicheren Job und eine meistens attraktive Tätigkeit, aber auf Dauer konnte diese Anstellung aus verschiedenen Gründen keine Lösung sein. So entstand die Idee, auf meinem fachlichen Wissen weiter aufzubauen und in der IT-Branche nach Arbeit zu suchen. Doch ohne einen Hochschulabschluss oder mehrjährige Berufserfahrung bleibt eine solche Suche zumeist erfolglos. Von einem sehr guten Freund wusste ich von dem Ausbildungsprogramm des LDS, das er selbst vor Jahren absolviert hat und das ihm einen Berufseinstieg in die IT-Branche ermöglicht hatte. Also beschloss ich, mich ebenfalls dafür zu bewerben.

Wie sehen die Lehrgänge aus?

Die verschiedenen Themen, die in der AIP behandelt werden, werden meist in einwöchigen Kursen unterrichtet und mit einem benoteten Test abgeschlossen. Die einzelnen Themen sind jeweils abhängig von der Art des Lehrgangs. In allen Ausbildungen enthalten sind allerdings z. B. Grundlagen in Hardware, Programmierung und Datenbanken. In der auf System- und Netzwerkadministration spezialisierten Ausbildung werden zusätzlich Themen wie z.B. die Programmiersprachen C/C++, System- und Netzwerkadministration unter Unix/Linux bzw. Windows (inkl. verschiedener Serverdienste und Anwendungen) und VB-Scripting unterrichtet.

Wie habe ich die Kurse der AIP empfunden?

Die kurz aufeinander folgenden Tests nach jedem Thema waren für mich sehr vorteilhaft, da ich so gezwungen war regelmäßig zu lernen. Man bekommt auf diese Weise auch sehr schnell einen Überblick über die eigenen Leistungen. Es ist zudem viel angenehmer, den Unterrichtsstoff in kleineren Mengen, aber dafür häufiger abgefragt zu bekommen, als sich für eine große Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung einen enormen Berg an Wissen auf einmal wieder in Erinnerung holen zu müssen. Jeder Kurs wird von einem anderen Dozenten (meist selbst LDS-Angehörige) gehalten, so dass man fast jede Woche ein neues Gesicht zu sehen bekommt. Auf diese Art bekommen diejenigen, die eine spätere Übernahme ins LDS anstreben, recht gut eine Vorstellung davon, was für Menschen sie später in ihrem Arbeitsumfeld zu erwarten haben.

Wie war der Kontakt unter den Kursteilnehmern?

Obwohl man sich gegenseitig als Konkurrenz hätte empfinden können, habe zumindest ich in meinem Lehrgang die Erfahrung gemacht, dass der Umgang zwischen den Kursteilnehmern sehr kollegial und oft auch freundschaftlich war. Man unterstützte sich gegenseitig, so gut es ging, und bangte gemeinsam um so manches Testergebnis.

Wie ging es für mich beruflich weiter?

Kurz vor Ende der AIP wurden Kursteilnehmer mit einem Gesamt-Punktestand von über 90 Prozent zu Bewerbungsgesprächen eingeladen. Wenige Tage später wurde dann bekannt gegeben, wer von uns übernommen werden sollte. Mit zwei weiteren Lehrgangs-Kollegen hatte ich das große Glück, eine derjenigen zu sein.

Mein Fazit:

Ich bin mit meiner damaligen Entscheidung, mich für die AiP zu bewerben, mehr als glücklich. Das halbe Jahr der AiP war eine schöne Zeit, in der ich sehr viel gelernt habe und nette Leute kennen lernen durfte. Vor allem aber hat sie mir eine herausfordernde, motivierende Tätigkeit, tolle Kollegen, äußerst faire Arbeitsbedingungen und ein gutes finanzielles Auskommen eingebracht. Das Ausbildungsprogramm des LDS empfehle ich im Freundes- und Bekanntenkreis voller Überzeugung weiter.

Düsseldorf, den 29.08.2008


Bild von Stefan SchneiderInterview mit Stefan Schneider

„Natürlich wollte jeder unter den Besten sein“

Schon seit mehr als 20 Jahren stellt die „Ausbildung in Programmierung“ (AiP) des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen für junge Menschen, die ihr Studium abgebrochen haben, so etwas wie eine zweite Chance dar, um ihre Einstellungsvoraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Im Interview berichtet Stefan Schneider (28), tausendster erfolgreicher Absolvent dieser Ausbildung, über seine Erfahrungen.

Herr Schneider, wie fühlt man sich als tausendster AiP-Absolvent?

Natürlich freue ich mich über mein Zertifikat, das mir der Parlamentarische Staatssekretär Herr Palmen überreicht hat. Und darüber, dass ich als einer der Lehrgangsbesten sogar direkt einen Arbeitsvertrag vom Landesamt angeboten bekommen habe. Dass ich der tausendste bin, ist mir persönlich einerseits nicht so wichtig. Andererseits zeigt es aber, dass es außer mir mindestens noch 999 andere Menschen gibt, die Grund haben, dem Landesamt für eine solch qualifizierte Ausbildung dankbar zu sein.

Wie kamen Sie zur AiP?

Wie viele andere auch: Nach dem Abbruch meines Studiums habe ich nach einer neuen Perspektive gesucht. Aber der Reihe nach: Nach Abitur und Wehrdienst habe ich zunächst eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bei der Deutschen Bahn gemacht und danach Angewandte Informatik an der Fachhochschule Gelsenkirchen studiert. Leider fehlten mir nach sechs Semestern immer noch zwei Mathematik-Scheine aus dem Grundstudium, trotz mehrerer Versuche.

Und dann?

Ich hatte heftige Zweifel, ob ich die Mathe-Scheine im dritten Versuch würde schaffen können. Schließlich entschied ich mich, abzubrechen. Eine Rolle spielte dabei auch der Umstand, dass ich mein Studium selbst finanzieren musste, und das wurde durch die Einführung der Studiengebühren ja auch nicht leichter. Nach dem Abbruch hab ich zunächst dort gearbeitet, wo ich auch während der Studienzeit schon gejobbt hatte, im Pflegebereich beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Aber das war nichts, was ich auf Dauer machen wollte. Eines Tages war dann in der Marler Zeitung ein Artikel über die Programmierausbildung beim Landesamt. Nicht nur ich hatte ihn gelesen, andere aus meiner Familie auch. Meine Großmutter zum Beispiel rief mich an und fragte: „Wäre das nichts für dich?“

Also haben Sie sich beworben und das Auswahlverfahren geschafft.

Genau, Bewerbung per E-Mail, dann Einladung nach Düsseldorf zum Test und anschließenden Gespräch. Da waren ungefähr 30 Interessenten, von denen rund die Hälfte bestanden hat. Vier davon sind schließlich im selben Lehrgang wie ich gelandet.

Nur vier?

Na ja, der Lehrgang startete mit 17 Leuten, aber etliche davon hatten schon vor mir den Eingangstest gemacht. Und von den 17 haben auch nicht alle den ganzen Lehrgang durchgehalten, am Ende sind wir nur noch zwölf gewesen.

Warum steigen denn Teilnehmer zwischendurch aus dem Lehrgang aus?

Da gibt's verschiedene Gründe. Zunächst muss man sehen, dass das Ganze eine stark verschulte Angelegenheit ist: Es werden verschiedene Themenblöcke behandelt. Die Dauer beträgt ein bis zwei Wochen und am Ende eines Blockes wird ein Test zu dem Thema geschrieben. Alle Testergebnisse kommen hinterher in die Gesamtwertung und entscheiden mit, ob man ein Zertifikat bekommt oder nicht. Das erhält , wer mindestens 75 Prozent der Maximalpunktzahl erreicht. Wenn jemand mehrmals einen Test versiebt, so dass rein rechnerisch keine Chance mehr auf die 75 Prozent besteht, steigt der natürlich aus. Und wer vielleicht zwischendurch längerfristig krank wird, muss entweder zusehen, dass er autodidaktisch am Ball bleibt, oder aus dem Lehrgang aussteigen.

Und wie steht's bei Ihnen, haben Sie die 75-Prozent-Marke immer geschafft?

Das Ziel von uns allen waren nicht 75 Prozent, sondern 90. Denn zu Lehrgangsbeginn hatte man uns gesagt, dass das Landesamt vorhabe, den besten Absolventen einen Arbeitsvertrag anzubieten, denen mit mindestens 90 Prozent. Und das war schon hart, mir ist es nicht immer leicht gefallen. Um stets über die 90-Marke zu kommen, muss man sich schon anstrengen und auch abends oder am Wochenende den Unterrichtsstoff nacharbeiten.

Also Konkurrenzdruck in der Lehrgangsgruppe. Wie wirkte sich das aufs Klima aus?

Bei uns ging's schon sehr kameradschaftlich zu. Natürlich wollte jeder unter den Besten sein, aber es gab nichts Unfaires oder so. Wir saßen ja alle in einem Boot. Habe da eine angenehme Zeit mit netten Leuten verbracht, und ich hoffe, dass einige Kontakte auch in Zukunft überdauern. Und ich wünsche all denen, die leider nicht vom Landesamt übernommen werden, dass Sie bald einen Job finden. Die Aussichten darauf haben sich durch die qualifizierte Ausbildung auf jeden Fall erhöht.

Düsseldorf, den 29.08.2008


Interview mit Andrea Wiehe

„Wir durften beim ersten AiP-Lehrgang dabei sein“

1985 hat Andrea Wiehe am ersten Lehrgang "Ausbildung in Programmierung" (AiP) des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW teilgenommen. Im Anschluss bekam sie einen Arbeitsvertrag im Landesamt, wo sie noch heute beschäftigt ist.

Frau Wiehe, welche Aufgaben haben Sie im Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik?

Im Referat „IT-Aus- und -Fortbildung“ gehöre ich zu einem 24-köpfigen Team. Wir organisieren Lehrgänge für das IT-Fortbildungsprogramm des Innenministeriums, die AiP und auch Lehrgänge für den hauseigenen Bedarf. Das IT-Fortbildungsprogramm des Innenministeriums ist ein Lehrgangsangebot für die Beschäftigten in der Landesverwaltung.

Und Sie konkret? Wie sieht Ihre Tätigkeit aus, unterrichten Sie selbst?

Wir führen die Lehrgänge durch und konzipieren neue Lehrgänge, denn der Bedarf ändert sich ständig. Dazu gehören auch das Erstellen von Lehrgangsunterlagen und Entwickeln von Tests. Und auch wenn ein Lehrgang als Ganzes bestehen bleibt, müssen wir die Inhalte an die technischen Entwicklungen anpassen. Vor 23 Jahren, als ich selbst die AiP mitgemacht habe, war Internet zum Beispiel noch überhaupt kein Thema, inzwischen ist es ein sehr wichtiges. 16 Mitarbeiter im Referat unterrichten auch, eine davon bin ich. Zu meinen Themen gehören derzeit Internet-Techniken wie HTML und CSS, Microsoft Word, aber auch Makrosprachen wie Visual Basic for Applications, mit denen man Arbeitsabläufe etwa in Word automatisieren kann, oder Dialogprogrammierung für IBM-Großrechner.

Wie sind Sie denn überhaupt zur AiP gekommen, was haben Sie vorher gemacht?

Ich habe Russisch und Mathematik studiert für das Lehramt der Sekundarstufe II und mein Erstes Staatsexamen abgelegt. 1985 gab es wie heute einen Lehrermangel, aber es wurden so gut wie keine Lehrer eingestellt. Es galt nach dem ersten Examen eine Wartezeit von zwei Jahren zu überbrücken, bevor man ein Referendariat in einer Schule beginnen konnte. Eine Freundin, die das gleiche Problem hatte, bekam vom Arbeitsamt in Hagen den Rat, sich beim Landesamt zu bewerben. Wir beide hatten das Glück, dass damals gerade der erste AiP-Lehrgang startete und wir nach bestandenem Eignungstest dabei sein durften.

Bei Ihnen ging es also nicht um die zweite Chance nach einem abgebrochenen Studium?

Nein, insoweit waren meine Freundin und ich eher untypische Fälle. Wir wollten anfangs nur die zwei Jahre bis zum Referendariat sinnvoll nutzen, um unsere Chancen als Lehrer zu verbessern. Mit dem Ende der AiP habe ich mich entschlossen, den vom Landesamt angebotenen Arbeitsvertrag anzunehmen, zumal das Aufgabengebiet in der IT-Aus- und -Fortbildung mir mit meiner mathematischen und pädagogischen Vorbildung entgegenkam. So bin ich auf Dauer hier geblieben, mache meine Arbeit gern und fühle mich wohl. Ich habe es nie bereut, dass ich die Referendarstelle nicht angetreten habe, die ich angeboten bekam, nachdem ich längst im Landesamt arbeitete.

Was ist aus den anderen Teilnehmern der ersten AiP geworden, haben Sie noch Kontakt zu einigen?

Wir waren damals 21, von denen 17 bestanden haben. Natürlich ist der Kontakt zu vielen im Laufe der Zeit eingeschlafen, aber einige sind ebenfalls noch hier im LDS. Dann erinnere ich mich an einen Teilnehmer, der als Programmierer in einem großen Handelskonzern seinen Weg gemacht hat, und an andere, die in kommunalen Rechenzentren tätig sind. Einer ist inzwischen leider auch verstorben. Summa summarum hatte ich damals den Eindruck, dass die Absolventen nicht nur von Behörden, sondern auch von Firmen gern genommen wurden. Und das ist heute nicht viel anders.

Düsseldorf, den 29.08.2008


Bild von Falk WerntgenErfahrungsbericht von Falk Werntgen

Mein Name ist Falk Werntgen und ich bin 37 Jahre alt. Von Januar bis Juni 2000 habe ich die Ausbildung in Programmierung (AiP) absolviert. Zuvor war ich seit 1993 erst als Anwärter, dann als Beamter des mittleren, allgemeinen Verwaltungsdienstes beim LDS NRW (heute IT.NRW) tätig.

Da ich mich seit frühester Jugend mit der IT und dem Programmieren beschäftigt habe, war für mich klar, dass ich diese Chance nutzen möchte, um mich weiterzuentwickeln. Die AiP gab mir die Möglichkeit, mein Wissen zu erweitern und mich beruflich in die Richtung meines Hobbys zu entwickeln. Während der 6 Monate in der AiP habe ich sehr viel Neues gelernt und mir umfangreiches IT-Wissen aneignen können. Wichtig in dem Zusammenhang war auch die Gemeinschaft der Lehrgangsteilnehmer. Wir haben viel gemeinsam vor- und nachbereitet und uns immer gegenseitig unterstützt. Da man im Lehrgang auf unterschiedlichste Charaktere trifft, ist die AiP auch zwischenmenschlich eine wichtige Erfahrung. Dieses Gemeinschaftsdenken und auch das Vermitteln des zu erlernenden Wissens wurden von den Dozenten hervorragend umgesetzt.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der AiP habe ich für ein Jahr als Programmierer im LDS NRW gearbeitet und das erworbene Wissen auch praktisch anwenden können. Ebenso wurde mir durch das LDS die Möglichkeit gegeben, an vielen weiteren IT-Lehrgängen teilzunehmen, um meine Kenntnisse weiter auszubauen.

Zum Juli 2001 entschied ich mich, eine neue Herausforderung zu suchen und das LDS NRW nach 8 erfolgreichen und sehr angenehmen Jahren zu verlassen. Ich wechselte zu einem internationalen Unternehmen, welches Customer Care und Billing (CC&B) Systeme für große Telekommunikationsunternehmen herstellt und vor Ort integriert. Dort wechselte ich von der Programmierung in die Software Qualitätsscherung und habe das CC&B System getestet und beim Aufbau eines Test-Teams in Deutschland mitgewirkt.

Im Jahr 2008 entschied ich mich, eine weitere Herausforderung anzunehmen und die Firma zu wechseln. Seither bin ich für ein börsennotiertes Unternehmen, welches als Unternehmensberatung mit IT Fokus und dem Schwerpunkt Telekommunikation aktiv ist, tätig. Seit April 2009 bin ich als Abteilungsleiter für unsere Experten im Bereich Qualitätssicherung verantwortlich, die bei verschiedenen Kunden international tätig sind.

Seit meiner Teilnahme an der AiP ist viel passiert und ich konnte mich beruflich extrem weiterentwickeln. Aber dennoch, der Startpunkt meines beruflichen Werdegangs liegt beim LDS NRW, heute IT.NRW. Die AiP bietet den Absolventen verschiedenste Möglichkeiten, sich beruflich zu orientieren und zu entwickeln. Völlig unabhängig davon, ob man danach bei IT.NRW oder einem anderen Arbeitgeber tätig ist, bekommt man sein Rüstzeug mit auf den Weg und kann danach viel erreichen.

Daher kann ich nur jedem Interessenten raten, die AIP zu nutzen und sich damit ein Fundament für den Start ins Berufsleben oder aber einen Wechsel in die IT zu schaffen.

Ratingen, den 04.12.2009