JUDICA/TSJ
JUDICA (Justizunterstützung durch instanzübergreifende Client-Server Applikation) ist das datenbankgestützte Fachsystem für die ordentliche Gerichtsbarkeit in Nordrhein-Westfalen.
TSJ ( Textsystem Justiz) ist das Textverarbeitungsprogramm, das die in JUDICA erfassten Daten zur Erstellung von Verfügungen und den dazugehörenden versendungsreifen Schreiben nutzt.
Mit Hilfe des Programms TSJ light können ausgewählte Verfügungen und die dazugehörenden Reinschriften für mehrere Verfahren gleichzeitig erzeugt werden. Zusätzlich können mit dem so genannten TSJdirekt unmittelbar aus JUDICA heraus Reinschriften erzeugt werden, die nicht auf einer Verfügung basieren.
Aus Sicht des Anwenders stellen JUDICA und TSJ ein einheitliches Gesamtprogramm dar und werden von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) gemeinsam mit den Oberlandesgerichten Düsseldorf und Köln betreut und weiterentwickelt.
Während JUDICA die erforderlichen Daten im Zivil-, Familien- Straf- und Insolvenzbereich auf amtsgerichtlicher, landgerichtlicher und oberlandesgerichtlicher Ebene verfügbar macht, bietet das TSJ den Richtern, Rechtspflegern und Servicekräften die für die vorgenannten Fachbereiche und Instanzen erforderlichen Verfügungsentwürfe und Reinschriften. Durch die programmtechnische Verknüpfung zwischen JUDICA und TSJ werden die in den Verfügungen und Reinschriften erforderlichen Daten aus dem Fachverfahren JUDICA eingelesen.
Daneben zeichnet sich das Programm vor allem auch durch seine Vielzahl an Schnittstellen zu anderen Verfahren aus, so etwa
Mit der sogenannten Datendrehscheibe können Beteiligtendaten aus einem zugeordneten Judica-Verfahren eines fremden Gerichts importiert werden. Diese Funktion ist wichtig, wenn Verfahren an ein Gericht höherer Instanz abgegeben oder von dort zurückverwiesen werden.
Einführung von JUDICA und TSJ
JUDICA/TSJ wird an 152 Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit (Amtsgerichte, Landgerichte, Oberlandesgerichte) in Nordrhein-Westfalen in den Fachbereichen Zivil-, Familien-, Straf- und Insolvenzsachen an über 13.000 Arbeitsplätzen eingesetzt. Im Fachbereich Insolvenzsachen wird es zudem auch in den Bundesländern Saarland und Hamburg genutzt.